Zeltlager 2000 - Wiesmoor
Bilder
Lied
Bericht
Das Zeltlager vom Stamm Don Bosco verbrachten
wir dieses Jahr vom 12. bis 26. August auf dem Zeltplatz des Stammes
Birkhahn (BdP) im niedersächsischen Wiesmoor.
Ein Vortrupp aus Leitern und Rovern begann
schon zwei Tage zuvor, das Lager für die 60 Teilnehmer vorzubereiteten.
Dieses Jahr war es den Rovern möglich im Vortrupp mitzufahren, und so
nutzten wir die Chance den Rovern einen großen Vertrauensvorschuss zu
geben, um Ihnen zu beweisen, wie wichtig sie für den ganzen Stamm sind.
Das Küchenzelt und die Leiterzelte wurden aufgebaut, die Feuerstelle
hergerichtet und Tischen und Bänke besorgt.
In den ersten Tagen fanden traditionsgemäß
die Lagerbauten statt. Es wurden u.a. ein Lagerturm, ein Lagertor,
ein Bannermast und eine Wäscheleine gebaut. Die Bauten waren sehr
groß und recht imposant (siehe Bilder).
Diese ersten Tage auf dem Zeltlager sind für uns meist die wichtigsten,
dort entstehen erste Eindrücke, die Kinder lernen die noch unbekannten
Leiter kennen und umgekehrt. Die Lagerleitung macht sich mit Ihren
Aufgaben vertraut und es werden erste kleine Probleme aus der
Welt geschafft. Bei der Errichtung der Lagerbauten, helfen alle
nach Ihrem Wissen und Kräften mit, die kleinsten lernen von den
großen und manches Mal auch umgekehrt. Bei dieser Aufbauaktion
ist es uns sehr wichtig, das jeder mit anpackt, damit wir ein
Gemeinschaftsgefühl erschaffen können.
In der ersten Woche fand der Haik jeder Stufe
statt. Ein Haik ist eine mehrtägige Wanderung, den die Kinder (Rover
und Pfadfinder ohne Leiter) unternehmen. Bei diesen Wanderungen müssen
sich die Kinder und Jugendlichen auf ihre erlernten Fähigkeiten verlassen
können, da sie auf sich selbst gestellt sind. Bei den Wölflingen ist
der Leiter lediglich beaufsichtigende Begleitperson. Die Kinder entscheiden
wo es lang geht. Auf einem Haik lernen die Kinder sich zu vertrauen
und zu kombinieren. Sie wenden theoretisch gelerntes in die Tat um.
Die Wölflinge wanderten mit Leitern zum Grillplatz
"Dr. Pütt". Auf ihrem Haik dichten die Wölflinge ein Lied
über die Leiter.
Die Jungpfadfinder übernachteten mit Leitern auf einem Zeltplatz der
"Ostfriesischen Kindermission".
Die Pfadfinder gingen in drei Tagen von Wiesmoor zur Nordsee und wurden
dort von ihren Leitern abgeholt.
Für die Pfadfindergruppe war dieser Haik eine besondere Herausforderung,
da diese Gruppe sich vorher kaum kannte, aber nach dem Sommerlager eine
große Gruppe bilden muss. So bildeten sich einzelne Rollen hervor, die
in der Gruppe "verteilt" wurden. Der ruhige und Verantwortungsvolle
übernahm die Kasse und der oder die mit der meisten Erfahrung übernahm
an schwierigen Stellen die Führung der Gruppe.
Die Rover machten ihren Haik zum Jadebusen bei Wilhelmshaven.
Alle Gruppen kamen erschöpft aber glücklich - und um ein tolles Gruppenerlebnis
reicher - am 18.8. zurück. Abends gab es zur Begrüßung eine Lagerparty.
Große Aktionen, die auch eine Planungsphase hatten und mit Erfolg abgeschlossen
wurden, werden Traditionsgemäß mit einer großen Party beendet.
Am Sonntag besuchten wir die Messe in Wiesmoor.
Zwei Pfadfinderinnen von uns halfen als Messdienerinnen dem Pfarrer.
Abends fand die Versprechensfeier der Wölflinge und Jungpfadfinder im
Lager statt. Dieser Feier verlieh die Leiterrunde durch viele Fackeln
einen feierlichen Akzent. Alle standen oder saßen um das Lagerfeuer,
wir sangen ein zwei Lieder gemeinsam und danach Versprachen die Wölflinge
und Jungpfadfinder die von ihnen selbst vorbereiteten Texte.
Die Pfadfinder und Rover gaben ihr Versprechen im Wattenmeer ab. Dieses
Ereignis wird wohl den daran teilgenommenen lange in Erinnerung bleiben,
da es nicht ohne typische Eskapaden ablief, zuerst konnten wir nicht
an den Strand, dann gab es keinen Strand und dort wo es Strand gab,
durften wir nicht mehr an den Strand, aber mit viel Überredungskunst
schafften es die Pfadfinder dennoch Barfuss im Schlick zu versinken.
Am 22.8. veranstalteten wir den Schlumpftag.
Es ist eine angenehme Tradition bei uns auf einem Zeltlager mindestens
einen Mottotag zu veranstalten, an dem sich die Leiter mal so richtig
in Schale werfen können. Aber nicht nur die Leiter bekamen Schlumpfmützen
auf, sondern auch alle Kinder und Jugendlichen. Ausgerüstet mit einer
weißen Schlumpfmütze und blau angemalt, ging es daran die Zelte als
Schlumpfpilze zu "verkleiden". Angetrieben wurden alle von Gargarmel
und Azrael. Mittaggegessen wurde am nahegelegenen Teich auf dem Boden
verteilt. Am Nachmittag gab es ein Spiel im Wald, bei dem die Kinder
"kleine blaue Schlumpf" (blaue Kugeln) sammeln mussten, um den "bösen"
Gargarmel freundlich zu stimmen.
Während des Zeltlagers fanden mehrere Nachtspiele
statt. Z.B eine als Gruppenspiel umgesetzte Version des Brettspieles
"Stratego" und "Capture The Flag". Bei Nachtspielen ist es uns besonders
wichtig, auf die Verantwortung der großen bauen zu können. Und tatsächlich
kümmerten sich einige große um ängstliche kleine.
Am letzten Abend hatten die Leiter alle Hände
voll zu tun damit der Zeltplatz nicht durch ein Konzert auf der benachbarten
Bühne überrannt wurde.
Weitere Aktionen waren: Besuch von Badesee
und Schwimmbad, das große Zahlenspiel, der "Waldhüttentag".
Das Zeltlager war für alle ein großes Erlebnis.
Jeder hat tolle Erinnerungen an eine schöne Zeit und denkt gerne an
Wiesmoor zurück.
Gut Pfad, Enno Friese Kai Fenge Ursel Fenge-Waldau
P.S.: Wer an weiteren Bildern Interesse hat
kann sich bei mir melden;
es gibt ca. 500 Bilder auf CD-ROM.
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